Social Media – und warum ich mich fern halte.

Ich habe jetzt 33 Tage ohne Social Media verbracht.
Und nicht nur von Instagram habe ich mich getrennt, sondern auch von Youtube, Netflix & Co.
Eigentlich wäre mein Detox vor 3 Tagen vorbei gewesen, aber fangen wir vorne an.

Wieso habe ich das ganze gemacht, bzw. mache es immer noch?
Diese ganzen Medien sind für mich in den letzten Monaten von etwas Positivem, eher zu einer Belastung geworden.
Hier soll es aber erstmal nur um meinen Favoriten gehen: Instagram.
Ich habe oft stundenlang Diskussionen in Kommentaren gelesen, beobachtet wie Menschen verbal aufeinander los gehen und versuchen andere runter zu ziehen.
Wenn jemand einen Fehler macht, wird oft kein Stückchen Empathie gezeigt, sondern immer weiter drauf gehalten.
Als wären Leute die in der Öffentlichkeit stehen keine Menschen mit Gefühlen.
Wer sein Leben öffentlich darstellt muss sich nicht wundern wenn er dann für das was er tut verurteilt wird. Oder?

Ich finde es gibt Grenzen.
Die eigene Meinung äußern – absolut in Ordnung.
Einen anderen Menschen beleidigen, wildeste Vorwürfe machen und wirklich in MASSEN auf eine einzige Person losgehen – meiner Meinung nach absolut nicht in Ordnung.

Hinter jedem Post steht immer noch ein echter Mensch. Ein Mensch der verletzt werden kann und ja auch ein Mensch der nunmal Fehler hat.
Ich bin sehr sehr sehr froh, dass die meisten mitfühlend miteinander umgehen, aber dennoch hat mich dieser kleine Anteil ziemlich runter gezogen.

Aber weiter. Ich habe angefangen, mich ziemlich stark mit anderen zu vergleichen.
Das ist ja eigentlich ein sehr übliches „Instagram-Problem“, aber an mir ging es bisher irgendwie eher vorbei.
Vor ein paar Monaten hat es aber auch bei mir angefangen dass ich mich gefragt habe:
Ist mein Leben zu langweilig?
Bin ich nicht erfolgreich genug/ fit genug/ hübsch genug?
Sind meine Lippen zu schmal/ mein Hintern zu flach / meine Brüste zu klein/ sag mal stimmt überhaupt etwas bei mir?

Nachdem ich mir also Stunden um Stunden sinnlose Diskussionen durchgelesen und Bilder die mich runter ziehen angestarrt habe, schließe ich frustriert die App.
Ich hab genug davon.

30 Tage wollte ich nichts davon sehen oder hören. Ich war mir nicht sicher ob ich danach überhaupt wieder zu der App zurück kehren wollte.

Nun. 33 Tage sind vorbei und ich kann sagen: Es fehlt mir nicht wirklich.
Ohne diese ganze Negativität geht es mir um einiges besser. Ich nutze meine Zeit sinnvoller und fokussiere mich dadrauf mit mir selbst im Reinen zu sein. Mich selbst zu akzeptieren, egal was andere machen.
Dieses „Ausblenden“ der äußeren Einflüsse hilft wirklich enorm dabei, wahrzunehmen, was in einem selbst überhaupt vor sich geht.
Was möchte ich? Wie stelle ich mir mein Leben vor?
Was sind meine Ziele, was macht mich glücklich?
Was für ein Mensch möchte ich sein?
Keine Anforderungen oder Erwartungen, keine  Maßstäbe – außer meine eigenen.

Doch trotz allem sind meine Gefühle gegenüber Instagram nicht nur negativ.
Was mir zum Beispiel fehlt ist es selber Dinge zu teilen, mich mit anderen auszutauschen und inspirieren zu lassen.
Ich weiß noch nicht wie es weiter geht, das wird sich in den nächsten Tagen/Wochen zeigen.
Momentan bin ich auf jeden Fall zufrieden mit meiner Social-Media-Pause. Diese Zeit gerade ist sehr bedeutend für mich und ich spüre dass es mich weiter bringt.
Mehr kann ich jetzt noch nicht sagen.




Eine Antwort auf „Social Media – und warum ich mich fern halte.

  1. Liebe Violetta,

    ich kann es sehr nachempfinden,wieso Du eine Social Media Pause eingelegt hast.
    Mir geht es genauso,weshalb ich seit dem Sommer 2013 keinen Facebook Account mehr habe (zwar habe ich den Account hin und wider für einige Wochen Monaten deaktiviert,aber seit mehr als 5 Jahren habe ich diesen Account nicht mehr) aus triftigen Gründen.

    Auch den Instagram Account habe ich letztens deaktiviert,zuvor habe ich die App einfach von meinem Smartphone für einige Monate
    gelöscht,jetzt aber für eine unbegrenzte Zeit den Account deaktiviert.
    YouTube habe ich erst letztes Jahr entdeckt und das ist momentan ausreichend für mich,aber auch auf Twitter lese ich ab und an die Meinungen von unabhängigen Journalisten.

    Gefällt 1 Person

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